Brennholz-Rechner: Ster, Raummeter, Schüttraummeter und kWh berechnen

Schnelle Antwort: Unser Brennholz-Rechner rechnet Ster, Raummeter, Schüttraummeter, Kilogramm und Kilowattstunden nach Holzart, Scheitlänge und Feuchte um. Ein Raummeter 33-cm-Scheite ergibt laut TFZ Straubing bei Buche 1,48, bei Fichte 1,62 Schüttraummeter – beide im Netz kursierenden Werte „1,4″ und „1,6″ stimmen also, sie meinen nur unterschiedliche Fälle.

Sie bestellen drei Ster Buchenholz, der Anbieter liefert nach Raummetern ab, und beim Nachbarn heißt es, ein Raummeter seien 1,6 Schüttraummeter – während anderswo ebenso bestimmt 1,4 steht. Beide Zahlen sind richtig. Nur fehlt fast immer der Zusatz, der sie erst richtig macht: welche Holzart und welcher Ster gemeint ist.

Der Rechner unten löst das für Sie auf: Er wandelt Ster, Raummeter, Schüttraummeter, Kilogramm und Kilowattstunden ineinander um – nach Holzart, Scheitlänge und Feuchte – und vergleicht daneben Scheitholz, Pellets, Gas, Öl und Wärmepumpe in Cent je Kilowattstunde Wärme im Raum. Er ergänzt unseren Überblick zu Heizen und Lüften.

Was die Kurzantwort oben nicht abdeckt: den zweiten, meist übersehenen Grund für den Widerspruch (welcher Ster gemeint ist, dazu gleich mehr), die noch größere Schwankung bei der Energie je Raummeter – dort liegen offizielle Quellen um den Faktor 1,6 auseinander – und die Frage, wie feucht Brennholz sein darf und wie lange es dafür trocknen muss. Genau das klärt der Ratgeber unter dem Rechner.

🪵 Energierechner: Brennholz umrechnen, Heizkosten je kWh vergleichen

1. Brennholz: Ster, Raummeter, Schüttraummeter, kg und kWh

2. Brennstoffe vergleichen: Kosten je kWh Wärme im Raum

Preise anpassen (Ihre Rechnung statt Durchschnitt)


Warum „1 Raummeter = 1,4 SRm" und „1,6 SRm" beide stimmen

Der Widerspruch hat zwei echte, belegte Ursachen – keine davon ist ein Messfehler. Beide wirken gleichzeitig, deshalb kursieren so viele verschiedene Zahlen.

Ursache 1: die Holzart. Schweres, glattes Holz schüttet sich dichter als leichtes, astiges Holz. Beim selben Ster – 33-cm-Scheite geschichtet, dann lose geschüttet – misst das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing:

Ausgangsgröße: 1 Raummeter 33-cm-Scheite Ergibt geschüttet (Schüttraummeter)
Buche 1,48 SRm
Fichte 1,62 SRm

Ursache 2: der Bezugs-Ster. Wer vom 1-Meter-Ster ausgeht statt vom ofenfertigen 33-cm-Ster, landet bei deutlich kleineren Faktoren. Der Grund: Ein Meter-Ster enthält mehr Luft und weniger Holz (TFZ: 0,50 Festmeter bei Buche, beim 33-cm-Ster 0,62), also ergibt er geschüttet auch weniger Schüttraummeter:

Ausgangsgröße: 1 Raummeter Meterscheite Ergibt geschüttet (Schüttraummeter)
Buche 1,20 SRm
Fichte 1,40 SRm

Eigene Darstellung nach TFZ Straubing (Poster Umrechnungsfaktoren verschiedener Raummaße für Scheitholz, 2018) und FNR-Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen (Tab. 4.7).

Die „1,4", die im Netz kursiert, kann also „Fichte ab 1-Meter-Ster" ebenso meinen wie „Buche ab Rundlings-Ster" – und die „1,6" ist bei Fichte ab dem 33-cm-Ster schlicht der Normalfall. Für 25- und 50-cm-Scheite gibt es dagegen keine eigenen Messreihen; unser Rechner setzt 25 cm wie 33 cm an, schätzt 50 cm als Mittel aus 33-cm- und 1-Meter-Wert und kennzeichnet beides als Schätzung.

💡 Faustregel: Je schwerer und glatter das Holz, desto mehr Schüttraummeter ergibt derselbe Raummeter. Fragen Sie beim Kauf immer nach der Scheitlänge, nicht nur nach der Maßeinheit.

Ein Ster ist nicht gleich Ster: die Einkaufsfalle beim Nachmessen

Selbst wenn Holzart und Ster-Typ klar sind, bleibt eine dritte Falle: wonach abgerechnet und wonach geliefert wird. Das FNR-Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen nennt dazu ein konkretes Beispiel: Wer 1 Raummeter ofenfertige Buche bestellt, aber nach Meterscheitmaß abgerechnet wird, bekommt beim Nachmessen als fertig gespaltene 33-cm-Scheite nur 0,81 Raummeter – bei Fichte sind es 0,86 Raummeter.

Der Grund ist einfach: Lange Meterscheite liegen mit viel Luft dazwischen im Stapel. Werden sie auf 33 cm gesägt und neu aufgeschichtet, rutschen die kurzen Scheite dichter zusammen – dieselbe Holzmenge braucht weniger Platz. Wird ein Preis pro Raummeter Meterscheite auf ofenfertiges Holz übertragen, ohne die Maßeinheit umzurechnen, verliert der Käufer knapp ein Fünftel der bestellten Menge, ohne dass irgendjemand betrogen hätte.

Praktische Folge: Fragen Sie beim Kauf immer, in welchem Maß geliefert und abgerechnet wird – Meterscheite, 33-cm-Scheite geschichtet oder lose geschüttet. Der Rechner oben zeigt Ihnen für jede Kombination sofort die passende Menge in allen anderen Einheiten.

Wie viele kWh hat ein Raummeter Buchenholz? Ihre Beispielrechnung mit dem Brennholz-Rechner

Die Energie je Raummeter schwankt in der Fachliteratur um den Faktor 1,6 – zwischen 1.458 kWh (TFZ, für einen locker gestapelten 1-Meter-Ster) und 2.398 kWh (klima:aktiv Österreich, für dicht geschlichtetes, ofenfertiges Stückholz). Der Grund ist derselbe wie oben: Es ist keine Frage der Holzart, sondern der angenommenen Festholzmenge je Raummeter (0,50 bis 0,85 Festmeter).

Statt einen einzigen kWh-Wert je Raummeter festzulegen, rechnet unser Rechner deshalb den vollständigen Weg – transparent nachvollziehbar:

  1. Festmeter ermitteln: Raummeter × Umrechnungsfaktor der gewählten Stapelart (siehe Tabelle oben).
  2. Masse berechnen: Festmeter × Raumdichte der Holzart ÷ (1 − Wassergehalt).
  3. Heizwert bei der eingegebenen Feuchte: nach der Formel des FNR-Handbuchs Hu(w) = [Hu0 · (100 − w) − 2,443 · w] ÷ 100, umgerechnet in kWh/kg.
  4. Energie: Masse × Heizwert.

Für 1 Raummeter Buche, 33-cm-Scheite, 20 % Wassergehalt ergibt das: 0,62 Fm × 558 kg/Fm ÷ 0,80 = rund 433 kg, Heizwert bei 20 % Wassergehalt rund 3,95 kWh/kg, macht rund 1.710 kWh. Rechnet man wie die österreichische klima:aktiv-Konvention mit 0,85 statt 0,62 Festmetern je Raummeter, steigt der Wert auf rund 2.340 kWh – bei identischer Holzart und Feuchte, nur wegen der angenommenen Stapeldichte.

Stapelweise (1 Rm Buche, 33 cm, 20 % Wassergehalt) Festmeter je Rm Energie
TFZ-Messwert (33 cm, geschichtet) 0,62 ≈ 1.710 kWh
klima:aktiv-Konvention (ofenfertig, dicht geschlichtet) 0,85 ≈ 2.340 kWh

Eigene Berechnung nach TFZ Straubing, LWF Bayern, klima:aktiv und FNR-Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen (Formel 4-4).

Zum Vergleich: 1.710 kWh entsprechen etwa 171 Litern Heizöl. Wollen Sie dieselbe Rechnung für Ihre eigene Holzart, Feuchte und Menge sehen, tragen Sie die Werte oben im Rechner ein – er liefert Ergebnis und Spanne sofort.

Wie feucht darf Brennholz sein – und wie lange dauert das Trocknen?

Die 1. BImSchV erlaubt Scheitholz in Feuerungsanlagen nur mit einer Holzfeuchte unter 25 Prozent (das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent). Das gilt für Kamin- und Kachelöfen ebenso wie für Scheitholzkessel; ausgenommen sind nur automatisch beschickte Anlagen, die laut Hersteller für feuchteren Brennstoff geeignet sind. Die beiden Begriffe werden häufig verwechselt, meinen aber Verschiedenes:

  • Wassergehalt w: Wasseranteil bezogen auf das Gesamtgewicht des Holzes.
  • Holzfeuchte u: Wasseranteil bezogen auf die trockene Holzmasse – das ist der Wert, den handelsübliche Feuchtemessgeräte üblicherweise anzeigen.

Bei 20 % Wassergehalt liegt die Holzfeuchte bereits bei 25 % – der Unterschied ist also keine Kleinigkeit. Unser Rechner nimmt Ihnen die Umrechnung ab: Sie wählen einfach, ob Ihr Messwert Holzfeuchte oder Wassergehalt ist.

Wie lange muss Holz trocknen? Richtig aufbereitete und gelagerte Scheite sind laut der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nach einem Jahr Lagerdauer lufttrocken, also ofenfertig. In einem Trocknungsversuch des TFZ mit Meterscheiten waren es rund 7 bis 8 Monate; das ist ein Einzelversuch, keine Regel. Ungespaltenes Rundholz braucht dagegen bis zu zwei Jahre.

💡 Faustregel, die so nicht stimmt: „Weichholz ein Jahr, Hartholz zwei Jahre" lässt sich in den Primärquellen von TFZ und LWF nicht belegen. Die LWF nennt für richtig gelagerte Scheite pauschal etwa ein Jahr, ohne zwischen Laub- und Nadelholz zu unterscheiden; zwei Jahre sind nur für ungespaltenes Holz dokumentiert.

Wichtig für die Praxis: Beim Trocknen steigt vor allem der Heizwert je Kilogramm deutlich, während die Energie je Raummeter kaum zunimmt – die Trockenmasse bleibt schließlich gleich, es verdunstet nur Wasser. Messen statt schätzen ist deshalb der zuverlässigste Weg, keine Faustregel.

Was ist günstiger: Holz, Pellets, Gas oder Wärmepumpe?

Nach unserer Berechnung (Preisstand September 2026) heizen Hackschnitzel und Wärmepumpen am günstigsten, wobei der Hackschnitzelpreis nur für Großmengen gilt. Danach folgen Pellets sowie Scheitholz im Kessel oder Kachelofen. Der Kaminofen liegt knapp über dem Gas-Brennwertkessel, dahinter kommen Fernwärme und Heizöl, Strom-Direktheizung bildet das Schlusslicht:

System ct/kWh Nutzwärme Spanne € je 15.000 kWh Bedarf
Hackschnitzelkessel 4,3 3,9–4,7 646 €
Wärmepumpe, Sole-Wasser 6,5 5,1–9,6 980 €
Wärmepumpe, Luft-Wasser 8,6 5,6–12,7 1.286 €
Pelletofen 11,2 10,1–12,5 1.682 €
Pelletkessel 11,9 10,1–14,3 1.787 €
Scheitholzkessel mit Puffer 12,1 10,6–14,2 1.808 €
Kachel- oder Grundofen (Scheitholz) 12,5 10,6–15,3 1.880 €
Gas-Brennwertkessel 14,1 13,6–14,9 2.109 €
Kaminofen (Scheitholz) 14,5 11,2–18,0 2.169 €
Fernwärme (am Wärmezähler) 15,6 12,5–17,5 2.340 €
Gas-Niedertemperaturkessel 15,9 14,9–17,0 2.382 €
Öl-Brennwertkessel 17,2 14,5–19,6 2.574 €
Öl-Niedertemperaturkessel 18,6 15,6–21,6 2.786 €
Elektro-Direktheizung 40,5 – 6.082 €

Eigene Berechnung: Preis ÷ Energiegehalt ÷ Jahresnutzungsgrad (bzw. Jahresarbeitszahl), auf Basis von Destatis, EU Weekly Oil Bulletin, Bundesnetzagentur (jeweils frei nutzbar), ergänzt um Einzelwerte von TFZ Bayern, C.A.R.M.E.N. e.V., DEPI und AGFW. Preisstand September 2026; nur Energiekosten, ohne Wartung, Schornsteinfeger und Anschaffung.

Heizöl: Mittel der 4 Wochenwerte vom 31.08. bis 21.09.2026 (EU Weekly Oil Bulletin, Deutschland, inkl. Steuern): 157,88 € je 100 Liter, Wochenwerte 140,18 bis 170,95 €. Der Heizölpreis schwankt stark; wir ermitteln die Preise deshalb monatlich neu, die übrigen Brennstoffe im Rhythmus ihrer Quelle.

Bezugsgrößen: Der Hackschnitzelpreis von C.A.R.M.E.N. gilt für eine Lieferung von 80 Schüttraummetern im Umkreis von 20 km, also für Großmengen; für kleinere Mengen gilt er nicht ohne Weiteres. Der Fernwärmepreis ist der gewichtete Mischpreis der AGFW für den Abnahmefall Mehrfamilienhaus.

Drei Stellen in dieser Tabelle sind Fallen, wenn man sie übersieht:

Die Scheitholz-Falle. Das TFZ Straubing nennt für Buche 33 cm im Mittel 144,66 € je Raummeter und rechnet das selbst auf 9,40 ct/kWh um. Laut Fußnote der TFZ-Preistabelle ist damit „1 Rm Meterware in 33 cm-Scheite abgelängt“ gemeint, also die Holzmenge eines 1-Meter-Sters (Buche rund 0,50 Festmeter), nicht ein ofenfertig geschichteter 33-cm-Raummeter (0,62 Festmeter). Genau das ist die Einkaufsfalle aus dem Abschnitt oben. Unser Vergleich übernimmt deshalb die TFZ-eigene Umrechnung. Wer den Preis irrtümlich auf den dichter gepackten 33-cm-Raummeter bezieht, rechnet Scheitholz rund ein Zehntel zu billig (8,5 statt 9,4 ct/kWh im Holz).

Die Gas-Brennwert-Falle. Gasrechnungen weisen Verbrauch in kWh Brennwert (Hs) aus – so erklärt es die Verbraucherinformation des DVGW zur Gasabrechnung. Ein Gas-Brennwertkessel erreicht bezogen auf den Heizwert (Hi) rund 95 bis 96 Prozent Nutzungsgrad, das sind aber nur rund 86 bis 87 Prozent bezogen auf den abgerechneten Brennwert (Feldmessung an rund 60 Anlagen, DBU/Wolff, FH Braunschweig/Wolfenbüttel). Wer mit dem höheren Heizwert-Prozentsatz rechnet, unterschätzt seine Gaskosten um etwa 10 Prozent.

Die Wärmepumpen-Pauschale. Vergleichsrechnungen im Netz setzen für Wärmepumpen oft pauschal eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4 an. Feldtests des Fraunhofer ISE an Bestandsgebäuden zeigen dagegen eine deutliche Spanne: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel 3,1 (Projekt WPsmart im Bestand, 2020) beziehungsweise 3,4 (Projekt WP-QS, 2025), einzelne Anlagen 2,5 bis 4,9; Erdreich-Wärmepumpen im Mittel 4,1 beziehungsweise 4,3, einzelne Anlagen 3,3 bis 5,4. Unser Vergleich rechnet mit 3,2 und 4,2, einem eigenen Mittelwert aus beiden Studien, und zeigt die Spanne mit an. Mit welcher JAZ Ihre eigene Anlage tatsächlich läuft, hängt stark vom Gebäude und der Vorlauftemperatur ab – deshalb rechnet der Rechner oben immer mit der belegten Spanne, nicht mit einer einzelnen Zahl.

Welche Raumtemperatur überhaupt sinnvoll ist und wie stark ein Grad weniger den Bedarf senkt, steht in unserem Ratgeber zur idealen Raumtemperatur. Wie viel ein Grad weniger bei Ihrem Heizsystem konkret in Euro bringt, rechnet der Heizkosten-Rechner im Artikel zur Nachtabsenkung vor.

Für einen Systemwechsel gibt es außerdem Förderprogramme (BEG, KfW, BAFA); die aktuellen Bedingungen und Fördersätze erfahren Sie bei der jeweils zuständigen Förderstelle.

Wer stattdessen mit dem vorhandenen Heizsystem sparen möchte, findet weitere Stellschrauben – von der Vorlauftemperatur bis zum Lüftungsverhalten – in unserem Ratgeber Heizkosten senken ohne zu frieren. Wie sich eine Holzheizung auf die Raumluft auswirkt, ordnet unser Ratgeber zu Feinstaub und VOC in der Wohnung ein.

Methodik und Quellen

Rechenweg Brennholz: Umrechnungsfaktoren Festmeter–Raummeter–Schüttraummeter nach dem TFZ-Poster „Umrechnungsfaktoren verschiedener Raummaße für Scheitholz" (2018) und dem FNR-Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen (Tab. 4.7), abgeglichen mit der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und klima:aktiv Österreich. Masse = Festmeter × Raumdichte ÷ (1 − Wassergehalt); Heizwert nach der Formel des FNR-Handbuchs (Gl. 4-4). Die Raumdichte nach LWF gilt ohne Trockenschwund; für lufttrockenes Holz liegt unser Ergebnis deshalb rund 5 Prozent unter der TFZ-Heizwerttabelle, die die Schwindung berücksichtigt (1-Meter-Ster Buche, 20 % Wassergehalt: 1.379 statt 1.458 kWh). Die Energiewerte des Rechners sind insofern eher vorsichtig. Die Grenze der 1. BImSchV (Holzfeuchte unter 25 %) ist als Warnhinweis im Rechner hinterlegt.

Rechenweg Brennstoffvergleich: Kosten je kWh Nutzwärme = Preis je Einheit ÷ Energiegehalt der Einheit ÷ Jahresnutzungsgrad (bei Wärmepumpen: Jahresarbeitszahl). Gas wird auf Brennwertbasis gerechnet, wie es auch abgerechnet wird. Scheitholz: Der TFZ-Preis gilt laut Fußnote der TFZ-Tabelle je „1 Rm Meterware in 33 cm-Scheite abgelängt“; die Energie je Raummeter übernehmen wir aus der TFZ-eigenen Umrechnung (9,40 ct/kWh bei 144,66 €, also rund 1.540 kWh je Raummeter, Spanne nach TFZ-Heizwerttabelle 1.458 bis 1.613 kWh bei 20 bis 10 % Wassergehalt). Hackschnitzel: C.A.R.M.E.N.-Preis für 80 Schüttraummeter je Lieferung. Fernwärme: AGFW-Mischpreis für den Abnahmefall Mehrfamilienhaus. Frei nutzbare Preisquellen (Destatis, EU Weekly Oil Bulletin, Bundesnetzagentur-Monitoringbericht) werden automatisch abgerufen oder mit Beleg nachgetragen; für Scheitholz, Pellets, Hackschnitzel und Fernwärme gibt es keine zwei unabhängigen, offen lizenzierten Preisreihen – hier stehen Einzelwerte von TFZ Bayern, C.A.R.M.E.N. e.V., DEPI und AGFW als Quellenzitat mit Stand. Wir ermitteln die Preise monatlich neu (Heizöl als Mittel der letzten vier Wochenwerte, die übrigen Brennstoffe im Rhythmus ihrer Quelle); der jeweilige Stand steht unter „Preise anpassen" im Rechner.

Was geschätzt statt gemessen ist: Die Umrechnungsfaktoren für 25- und 50-cm-Scheite (keine Primärmessung verfügbar; 25 cm wie 33 cm, 50 cm zwischen 33-cm- und 1-Meter-Wert), die Raumdichte von Esche und Lärche (aus der Darrdichte abgeleitet, keine Kollmann-Rohdichte publiziert) sowie die Spannen der Jahresnutzungsgrade (Mittelwert mit Bandbreite statt Einzelmessung je Gerätemodell). Der Rechner kennzeichnet geschätzte Werte sichtbar.

Der Rechner ersetzt kein individuelles Angebot und keine Energieberatung – er zeigt Größenordnungen auf Basis öffentlicher Quellen.

Häufige Fragen

Wie viel Schüttraummeter sind ein Raummeter?

Das hängt von Holzart und Bezugs-Ster ab. Ein Raummeter 33-cm-Scheite ergibt laut TFZ Straubing bei Buche 1,48, bei Fichte 1,62 Schüttraummeter. Geht man vom 1-Meter-Ster aus, sind es nur 1,20 (Buche) beziehungsweise 1,40 (Fichte). Beide „1,4" und „1,6" aus dem Netz sind also richtig – sie beschreiben nur verschiedene Fälle.

Wie viel wiegt ein Ster Buche?

Je nach Feuchte und Scheitlänge meist zwischen 350 und 700 kg. Ein Raummeter 33-cm-Scheite Buche mit 20 % Wassergehalt wiegt nach der Formel Festmeter × Raumdichte ÷ (1 − Wassergehalt) rund 433 kg. Frisch geschlagen mit über 50 % Wassergehalt kann derselbe Raummeter über 600 kg wiegen.

Wie viele kWh hat ein Raummeter Buchenholz?

Rund 1.700 bis 2.350 kWh, abhängig davon, wie dicht das Holz gestapelt ist. Für 33-cm-Scheite bei 20 % Wassergehalt ergibt unsere Berechnung etwa 1.710 kWh je Raummeter; mit der dichteren Stapel-Annahme aus Österreich (klima:aktiv) sind es rund 2.340 kWh. Den genauen Wert für Ihre Holzart und Feuchte liefert der Rechner oben.

Was ist günstiger: Holz, Pellets, Gas oder Wärmepumpe?

Nach unserer Berechnung (Stand September 2026) heizen Hackschnitzel (rund 4,3 ct/kWh, Preis für Großmengen) und Wärmepumpen (6,5 bis 8,6 ct/kWh) am günstigsten. Pellets kosten 11,2 bis 11,9 ct, Scheitholz 12,1 bis 14,5 ct je nach Ofen. Gas und Öl liegen bei 14 bis 19 ct, Strom-Direktheizung bei 40,5 ct (jeweils je kWh Wärme im Raum). Die konkrete Reihenfolge hängt von Ihrem Heizsystem, Wirkungsgrad und Einkaufspreis ab.

Wie trocken muss Brennholz sein?

Die 1. BImSchV erlaubt Scheitholz in Feuerungsanlagen, also in Kamin- und Kachelöfen wie in Scheitholzkesseln, nur mit einer Holzfeuchte unter 25 Prozent; das entspricht einem Wassergehalt unter rund 20 Prozent. Ausgenommen sind nur automatisch beschickte Anlagen, die laut Hersteller für feuchteren Brennstoff geeignet sind. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft empfiehlt ofenfertiges Holz mit höchstens 20 % Wassergehalt. Messgeräte zeigen meist die Holzfeuchte an, nicht den Wassergehalt – unser Rechner wandelt beide ineinander um.

Wie lange muss Holz trocknen?

Richtig aufbereitete und gelagerte Scheite sind laut LWF nach etwa einem Jahr lufttrocken (ofenfertig); in einem TFZ-Versuch mit Meterscheiten waren es 7 bis 8 Monate. Ungespaltenes Rundholz braucht dagegen bis zu zwei Jahre. Die verbreitete Faustregel „Hartholz zwei Jahre" lässt sich für gespaltenes Holz in den Quellen nicht belegen.


Fazit

Die Verwirrung um Ster, Raummeter und Schüttraummeter hat einen einfachen Grund: Es fehlt fast immer die Angabe von Holzart, Scheitlänge und Bezugs-Ster. Sind diese drei Angaben klar, lässt sich jede Menge exakt umrechnen – und auch die Energie je Raummeter lässt sich dann statt zu schätzen tatsächlich berechnen. Nutzen Sie den Rechner oben mit Ihren eigenen Werten, bevor Sie eine Lieferung annehmen oder eine Heizkostenrechnung vergleichen. Wie Sie unabhängig vom Brennstoff zusätzlich sparen, zeigt der Ratgeber Heizkosten senken ohne zu frieren.

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