Ideale Raumtemperatur: Tabelle mit Richtwerten für jeden Raum
Wie warm sollte es in der Wohnung eigentlich sein? Die Frage klingt simpel, doch die Antwort ist für jeden Raum eine andere. Im Wohnzimmer darf es behaglich warm sein, im Schlafzimmer schlafen Sie bei kühleren Temperaturen besser, und im Bad mögen es viele gern wohlig warm. Die richtige Raumtemperatur ist dabei nicht nur eine Frage des Wohlbefindens – sie entscheidet auch darüber, wie hoch Ihre Heizkosten ausfallen und ob sich an kühlen Wänden Schimmel bildet.
In diesem Ratgeber finden Sie die offiziellen Richtwerte von Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale für jeden Raum, eine Erklärung der Thermostatstufen und die wichtigste Faustregel zum Heizkosten sparen. Wie Temperatur und Lüftung zusammenspielen, zeigt unser Überblick richtig heizen und lüften.
Das Wichtigste in Kürze Die ideale Raumtemperatur liegt im Wohnzimmer bei rund 20 °C, im Schlafzimmer bei 16–18 °C, in der Küche bei 18 °C und im Bad bei 22–23 °C. Ein Grad weniger senkt die Heizrechnung um rund 8 bis 9 Prozent – im Altbau mit 100 m² sind das etwa 131 Euro im Jahr. Unter 16 °C sollte kein Raum dauerhaft auskühlen (Schimmelrisiko), im Sommer gelten 24–26 °C.
Warum nicht jeder Raum gleich warm sein muss
Eine einheitliche Wohlfühltemperatur für die ganze Wohnung gibt es nicht. Jeder Raum wird anders genutzt – und braucht deshalb eine andere Temperatur.
Im Wohnzimmer sitzen Sie oft lange ruhig, dort ist es behaglich warm angenehm. Im Schlafzimmer hingegen schlafen die meisten Menschen bei kühleren Temperaturen deutlich besser. Und in der Küche entsteht beim Kochen ohnehin Abwärme, sodass hier weniger geheizt werden muss.
Das Umweltbundesamt betont, dass am Ende immer die individuelle Behaglichkeitstemperatur entscheidend ist. Die folgenden Werte sind also Richtwerte, kein starres Gesetz. Sie bieten aber einen guten Kompromiss zwischen Behaglichkeit, niedrigen Heizkosten und Schimmelschutz.
Ideale Raumtemperatur: Richtwerte je Raum
Die folgende Tabelle fasst die Empfehlungen von Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale und co2online zusammen. Kleine Abweichungen zwischen den Quellen sind normal – sie zeigen, dass es einen sinnvollen Korridor und keinen exakten Einzelwert gibt.
| Raum | Ideale Temperatur | Thermostatstufe (ca.) | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Wohnzimmer / Essbereich | 20 °C | Stufe 3 | Hauptaufenthaltsraum, behaglich warm |
| Kinderzimmer (Spielen) | 20–22 °C | Stufe 3 | tagsüber etwas wärmer, nachts kühler |
| Arbeitszimmer | 20 °C | Stufe 3 | wie Wohnzimmer |
| Küche | 18 °C | knapp Stufe 3 | Abwärme von Kochen & Geräten |
| Offene Wohnküche | 20 °C | Stufe 3 | zählt als Wohnraum |
| Badezimmer | 22–23 °C | Stufe 3–4 | nur zu Nutzungszeiten so warm |
| Schlafzimmer | 16–18 °C | Stufe 2–3 | kühler schläft man besser |
| Flur / Diele | 16–18 °C | Stufe 2–2,5 | Durchgangsraum, wenig genutzt |
| Wenig genutzte Räume | 16 °C | Stufe 2 | nicht darunter (Schimmelgefahr) |
💡 Tipp: Halten Sie die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen. Wandert warme, feuchte Luft aus dem Bad in das kühle Schlafzimmer, kühlt sie dort ab – und die Feuchtigkeit schlägt sich an den Wänden nieder. Genau so entsteht Schimmel.
Raumtemperatur Wohnzimmer: rund 20 °C
Das Wohnzimmer ist der Raum, in dem Sie sich am längsten und ruhigsten aufhalten. Das Umweltbundesamt empfiehlt, hier möglichst nicht mehr als 20 °C einzustellen, sofern dies als behaglich empfunden wird. Die Verbraucherzentrale nennt für Wohn- und Essbereich einen Korridor von etwa 19 bis 21 °C.
Jedes Grad darüber kostet spürbar Geld, bringt aber kaum mehr Komfort. Wer fröstelt, sollte zuerst zugige Fenster, kalte Fußböden und fehlende Möblierung an Außenwänden prüfen, bevor er die Heizung höher dreht.
Neben der Temperatur entscheidet auch die Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer darüber, wie behaglich sich der Raum anfühlt – ideal sind 40 bis 60 Prozent.
Raumtemperatur Schlafzimmer: 16–18 °C
Im Schlafzimmer darf es deutlich kühler sein. Das Umweltbundesamt nennt rund 17 °C als Richtwert, die Verbraucherzentrale etwa 18 °C. Kühle Luft fördert einen ruhigen Schlaf, und die geringere Temperatur senkt zugleich die Heizkosten.
Wichtig: Unter 16 °C sollte das Schlafzimmer nicht dauerhaft fallen. Schlafen Sie bei offenem Fenster oder lassen den Raum tagsüber unbeheizt, steigt durch die Atemfeuchtigkeit das Schimmelrisiko an den kühlen Außenwänden. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zur Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer.
Bad: 22–23 °C zu Nutzungszeiten
Das Bad ist der einzige Raum, in dem auch höhere Temperaturen sinnvoll sind. Nass und unbekleidet empfinden wir Kühle besonders unangenehm. co2online und Verbraucherzentrale nennen hier 22 bis 24 °C.
Diese Wärme braucht das Bad aber nur, wenn es genutzt wird. Außerhalb der Dusch- und Badezeiten können Sie das Thermostat zurückdrehen – das spart Energie, ohne dass es beim morgendlichen Duschen ungemütlich wird.
Temperatur in der Küche: 18 °C reichen
Für die Küche nennt das Umweltbundesamt rund 18 °C als Richtwert – weniger als im Wohnzimmer. Der Grund: Herd, Backofen und Kühlschrank geben im Betrieb Wärme ab und heizen den Raum von selbst mit. Die kühlere Küche hat einen Nebeneffekt: Kühlschrank und Gefriergerät müssen gegen weniger Umgebungswärme ankühlen und verbrauchen dadurch etwas weniger Strom.
Anders liegt der Fall bei einer offenen Wohnküche: Ist die Küche Teil des Wohn- und Essbereichs, zählt sie als Wohnraum – hier sind rund 20 °C der passende Richtwert. Wer auch in einer separaten Küche isst oder lange arbeitet, kann ebenfalls auf 19–20 °C gehen.
Wichtig ist in jedem Fall, nach dem Kochen kurz stoßzulüften: Kochdampf treibt die Luftfeuchtigkeit in die Höhe, und die sollte nicht in die kühleren Nachbarräume ziehen. Ein Randnutzen der 18 °C: Brot, Obst und offene Vorräte halten sich in einer kühleren Küche spürbar länger als bei 22 °C.
Thermostatstufen verstehen: welche Zahl bedeutet welche Temperatur?
Die Zahlen am klassischen Heizkörperthermostat sind keine Gradangaben, sondern Stufen. Jede Stufe steht für eine ungefähre Zieltemperatur, die das Thermostat selbsttätig hält: Ist der Raum kälter, öffnet das Ventil; ist die Zieltemperatur erreicht, drosselt es.
Das bedeutet auch: Stufe 5 macht den Raum nicht schneller warm als Stufe 3 – sie heizt nur auf eine höhere Endtemperatur. Wer beim Heimkommen voll aufdreht, verschwendet daher oft Energie, ohne schneller Wärme zu spüren.
| Thermostatstufe | Ungefähre Zieltemperatur | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| ❄ (Frostschutz) | ca. 6 °C | Urlaub, längere Abwesenheit |
| Stufe 1 | ca. 12 °C | sehr selten genutzte Räume |
| Stufe 2 | ca. 16 °C | Schlafzimmer, Flur, Nebenräume |
| Stufe 3 | ca. 20 °C | Wohnzimmer, Arbeitszimmer |
| Stufe 4 | ca. 24 °C | Bad zu Nutzungszeiten |
| Stufe 5 | ca. 28 °C | maximale Stufe, selten nötig |
💡 Tipp: Die Zwischenstriche zählen mit – zwischen Stufe 2 und 3 liegen jeweils rund 4 °C. Ein Strich entspricht also etwa 1 °C. So lässt sich auch ein einfaches Thermostat recht genau einstellen.
Nachtabsenkung: kühler schlafen, Kosten senken
Nachts und bei längerer Abwesenheit muss die Wohnung nicht voll beheizt sein. Eine moderate Nachtabsenkung um etwa 2 bis 3 °C – also auf rund 18 °C – senkt den Verbrauch, ohne dass die Räume zu stark auskühlen.
Wie viel das bringt, wird allerdings meist überschätzt: In unserer Simulation kühlt eine Wohnung in acht Stunden nur um 0,8 bis 1,5 Grad aus, die Ersparnis liegt je nach Bauart bei etwa 2 bis 5 Prozent. Warum die Absenkung größtenteils gar nicht stattfindet, zeigt der Ratgeber Nachtabsenkung.
Viele moderne Heizungen und programmierbare Thermostate erledigen das automatisch. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass programmierbare Thermostate die Absenkung bequem über Zeitpläne steuern – nachts oder während der Arbeitszeit – und so zusätzlich Energie sparen.
Ein wichtiger Hinweis der Verbraucherzentrale: Die Heizung nachts ganz abzuschalten, ist nicht ratsam. Der Grund liegt allerdings nicht im Energieverbrauch – rechnerisch spart eine tiefere Absenkung sogar minimal mehr. Entscheidend ist der Gewinn, der dabei kaum noch wächst, während an auskühlenden Wänden das Schimmelrisiko real steigt. Lassen Sie die Temperatur deshalb nie unter etwa 16 °C fallen.
💡 Tipp: Programmieren Sie das Thermostat so, dass es etwa eine halbe Stunde vor dem Aufstehen wieder hochfährt. Dann ist das Wohnzimmer morgens schon angenehm warm, ohne die ganze Nacht durchgeheizt zu haben.
Die Heizkosten-Faustregel: 6 Prozent pro Grad
Die wohl wichtigste Zahl beim Heizen: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent Heizenergie. Diese Faustregel nennen sowohl Verbraucherzentrale als auch co2online.
Das klingt unscheinbar, summiert sich aber schnell. Wer die Wohnung von 22 °C auf 20 °C herunterregelt, spart über die Heizsaison grob 12 Prozent – bei spürbar gleichem Komfort.
Wichtig zum Verständnis: Die 6 Prozent gelten als Durchschnittswert für die gesamte beheizte Wohnfläche, gemessen rund um die Uhr. Es genügt also nicht, in einem einzelnen Raum kurz das Thermostat zu drehen. Den größten Effekt erzielen Sie, wenn Sie die Durchschnittstemperatur der ganzen Wohnung dauerhaft senken – also auch nachts und in selten genutzten Räumen.
Weitere Stellschrauben zum Sparen finden Sie im Ratgeber Heizkosten senken.
💡 Beispiel: Bei jährlichen Heizkosten von 1.500 Euro entspricht 1 Grad weniger rund 90 Euro Ersparnis pro Jahr. Zwei Grad weniger – etwa von 22 auf 20 °C – können also grob 180 Euro im Jahr ausmachen.
Was ein Grad kostet: die Ersparnis in Euro
Wie viel ein Grad wert ist, hängt vor allem vom Gebäude ab. Für diesen Ratgeber haben wir es nachgerechnet: 525.665 Stundenwerte der Lufttemperatur von sechs Wetterstationen der Jahre 2016 bis 2025 als Wetterbasis, die Gebäudeklassen an den gemessenen Verbrauchskennwerten des Heizspiegels kalibriert.
So viel spart ein dauerhaft um 1 Grad niedrigerer Sollwert pro Jahr – Erdgas, ohne Warmwasseranteil:
| Gebäude | 70 m² | 100 m² | 130 m² |
|---|---|---|---|
| Altbau bis 1977 | 92 € | 131 € | 171 € |
| Baujahr 1984–1994 | 79 € | 112 € | 146 € |
| Neubau ab 2002 | 46 € | 65 € | 85 € |
Prozent und Euro zeigen dabei in entgegengesetzte Richtungen: Im Neubau spart ein Grad prozentual am meisten, in Euro am wenigsten.
Auf der Abrechnung sind es 8 bis 9 Prozent
Am reinen Wärmebedarf spart ein Grad je nach Baujahr 10,9 bis 12,7 Prozent. Auf der Heizkostenabrechnung kommt davon weniger an, denn das Warmwasser sinkt nicht mit – und dessen Anteil ist im gut gedämmten Neubau am größten. Unterm Strich landen alle drei Gebäudeklassen bei rund 8 bis 9 Prozent pro Grad, ziemlich unabhängig vom Baujahr.
Die verbreitete 6-Prozent-Regel ist damit nicht falsch, sondern konservativ: Sie verspricht eher etwas zu wenig als zu viel.
💡 Wichtig zur Einordnung: Gerechnet ist die Absenkung der ganzen Wohnung um ein Grad, rund um die Uhr. Wer nur ein einzelnes Zimmer herunterdreht, spart entsprechend weniger.
Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (Stundenwerte Lufttemperatur, sechs Stationen, 2016–2025). Kostenbasis: Heizspiegel für Deutschland 2025 (co2online), Erdgas, Abrechnungsjahr 2024 – Preisstand 2024.
Zu kühl ist auch keine Lösung: das Schimmelrisiko
So sinnvoll Sparen ist – zu kalte Räume rächen sich. Sinkt die Wandtemperatur, kühlt die warme, feuchte Raumluft an der Oberfläche ab. Dabei kann sie weniger Wasser halten, und die Feuchtigkeit schlägt sich an der Wand nieder. Genau dieses Kondenswasser ist der Nährboden für Schimmel.
Besonders gefährdet sind kalte Außenwände, Raumecken und Bereiche hinter Möbeln. Deshalb gilt: Heizen Sie auch wenig genutzte Räume auf mindestens 16 °C und halten Sie Türen zu kühleren Räumen geschlossen.
Mindestens ebenso wichtig ist regelmäßiges Stoßlüften, um die Feuchtigkeit nach draußen zu befördern. Wie Sie Schimmel dauerhaft vermeiden, lesen Sie im Ratgeber Schimmel vorbeugen.
Was gilt als normale Zimmertemperatur?
Als „normale“ Zimmertemperatur gilt im Alltag ein Bereich von 20 bis 22 °C – das entspricht 68 bis 72 °F. Gemeint ist damit die Temperatur im Hauptwohnraum, nicht in jedem Zimmer der Wohnung.
Je nach Zusammenhang ist „Raumtemperatur“ allerdings unterschiedlich definiert: Auf Lagerhinweisen von Lebensmitteln oder Medikamenten steht sie üblicherweise für einen Bereich von etwa 15 bis 25 °C. Für das Heizen zu Hause sind die raumweisen Richtwerte aus der Tabelle oben der bessere Maßstab.
Im Sommer stellt sich die Frage andersherum – dann geht es nicht um die richtige Heiz-, sondern um eine erträgliche Obergrenze. Welche Werte dort gelten, zeigt der folgende Abschnitt.
Ideale Raumtemperatur im Sommer: 24–26 °C als Zielbereich
Im Sommer kehrt sich die Frage um: Nicht „Wie warm soll ich heizen?“, sondern „Wie kühl bekomme ich die Wohnung?“. Als angenehm gelten in Wohnräumen 24 bis 26 °C. Steigt die Raumtemperatur dauerhaft über 26 °C, leiden Schlaf, Konzentration und Wohlbefinden spürbar.
Einen belegten Orientierungsrahmen liefert die Arbeitsstättenregel ASR A3.5 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Sie gilt rechtlich nur für Arbeitsräume, taugt aber auch zu Hause als Maßstab:
| Lufttemperatur im Raum | Einstufung nach ASR A3.5 |
|---|---|
| bis 26 °C | Soll-Obergrenze für Arbeitsräume |
| über 26 °C | Maßnahmen sollen ergriffen werden (z. B. Sonnenschutz, Lüften am Morgen, Getränke) |
| über 30 °C | wirksame Maßnahmen sind Pflicht |
| über 35 °C | Raum ist ohne Schutzmaßnahmen nicht mehr als Arbeitsraum geeignet |
Der wirksamste Hebel zu Hause ist, die Wärme gar nicht erst hereinzulassen: tagsüber Fenster und Sonnenschutz geschlossen halten, nachts und am frühen Morgen querlüften. Die passenden Strategien zeigen der Überblick Wohnung kühlen und der Ratgeber Hitzeschutz an Fenstern.
FAQ: Häufige Fragen zur idealen Raumtemperatur
Welche Raumtemperatur ist ideal?
Für Wohnräume gelten rund 20 °C als ideal, im Schlafzimmer 16–18 °C, im Bad etwa 22–23 °C und in der Küche rund 18 °C. Entscheidend ist laut Umweltbundesamt aber immer die individuelle Behaglichkeit.
Welche Raumtemperatur ist im Winter optimal?
Im Winter gelten dieselben Richtwerte wie in der übrigen Heizsaison: rund 20 °C in Wohnräumen, 16–18 °C im Schlafzimmer, 18 °C in der Küche und 22–23 °C im Bad. Nachts genügt eine Absenkung um 4–5 °C – dauerhaft unter 16 °C sollte kein Raum fallen.
Welche Raumtemperatur ist im Sommer ideal?
Als angenehm gelten im Sommer 24 bis 26 °C in Wohnräumen. Steigt die Temperatur dauerhaft über 26 °C, leiden Schlaf und Konzentration. Für Arbeitsräume nennt die Arbeitsstättenregel ASR A3.5 dieselbe Marke: Über 26 °C sollen Maßnahmen ergriffen werden, ab 30 °C sind sie Pflicht.
Wie warm sollte das Schlafzimmer sein?
Das Umweltbundesamt nennt rund 17 °C, die Verbraucherzentrale etwa 18 °C als Richtwert. Kühlere Temperaturen fördern den Schlaf. Unter 16 °C sollte das Schlafzimmer aber nicht dauerhaft fallen, da sonst das Schimmelrisiko steigt.
Wie viel Heizkosten spart ein Grad weniger?
Als Faustregel von Verbraucherzentrale und co2online gilt: rund 6 Prozent Heizenergie pro Grad weniger. Unsere eigene Simulation kommt auf 8 bis 9 Prozent der Heizkostenabrechnung – die Faustregel ist also konservativ. Voraussetzung ist, dass die Temperatur dauerhaft und über die gesamte Wohnfläche gesenkt wird.
Wie viel Euro spart ein Grad weniger Raumtemperatur?
Nach unserer Rechnung rund 8 bis 9 Prozent der Heizkosten. In Euro sind das bei 100 m² und Erdgas etwa 131 Euro im Jahr im Altbau bis 1977, 112 Euro im Baujahr 1984–1994 und 65 Euro im Neubau ab 2002 (Preisstand 2024, ohne Warmwasser).
Welche Temperatur entspricht welcher Thermostatstufe?
Grob gilt: Stufe 2 ≈ 16 °C, Stufe 3 ≈ 20 °C, Stufe 4 ≈ 24 °C. Pro Stufe ändert sich die Zieltemperatur um etwa 4 °C, ein Zwischenstrich entspricht rund 1 °C.
Sollte man die Heizung nachts ganz abschalten?
Nein. Die Verbraucherzentrale rät davon ab. Sinnvoll ist eine Nachtabsenkung um etwa 4–5 °C, aber nicht unter 16 °C. Komplett auskühlende Wände erhöhen Heizkosten und Schimmelrisiko.
Macht eine höhere Thermostatstufe den Raum schneller warm?
Nein. Die Stufe bestimmt nur die Endtemperatur, nicht die Geschwindigkeit. Stufe 5 heizt nicht schneller als Stufe 3, sondern nur auf einen höheren Wert – und verschwendet so leicht Energie.
Was ist eine normale Zimmertemperatur?
Im Alltag gelten 20 bis 22 °C als normale Zimmertemperatur, das entspricht 68 bis 72 °F. Auf Lagerhinweisen von Lebensmitteln oder Medikamenten steht „Raumtemperatur“ dagegen meist für einen Bereich von etwa 15 bis 25 °C.
Welche Temperatur ist in der Küche ideal?
Rund 18 °C genügen laut Umweltbundesamt, weil Herd, Backofen und Kühlschrank mitheizen. Wer die Küche als Essplatz nutzt, kann auf 19–20 °C erhöhen. Nach dem Kochen kurz stoßlüften, damit der Kochdampf nicht in kühlere Räume zieht.
Fazit
Die ideale Raumtemperatur richtet sich nach der Nutzung: rund 20 °C in Wohnräumen, 16–18 °C im Schlafzimmer und 22–23 °C im Bad zu Nutzungszeiten. Wer diese Richtwerte mit einer maßvollen Nachtabsenkung kombiniert, schläft besser, vermeidet Schimmel und spart bares Geld – denn jedes Grad weniger senkt die Heizrechnung um rund 8 bis 9 Prozent, im Altbau mit 100 m² also um etwa 131 Euro im Jahr. Wichtig bleibt nur die Untergrenze: Unter etwa 16 °C sollten Räume nicht dauerhaft auskühlen.
Quellen
- Umweltbundesamt (UBA): „Richtiges Heizen schützt das Klima und den Geldbeutel“ – Empfehlung Wohnbereich max. 20 °C, Küche 18 °C, Schlafzimmer 17 °C, individuelle Behaglichkeit entscheidend. https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-für-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperatur (abgerufen Juni 2026)
- Verbraucherzentrale: „Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen“ – Richtwerte je Raum, Thermostatstufen (Stufe 3 ≈ 20 °C), Faustregel „1 Grad weniger = 6 Prozent Ersparnis“, Hinweis gegen vollständiges Abschalten der Heizung. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-10-einfache-tipps-zum-heizkosten-sparen-13892 (abgerufen Juni 2026)
- BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Technische Regel für Arbeitsstätten „ASR A3.5 Raumtemperatur“ – Soll-Obergrenze 26 °C für Arbeitsräume, Maßnahmenstufen bei über 26 °C, über 30 °C und über 35 °C. https://www.baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/ASR/ASR-A3-5 (abgerufen Juli 2026)
- Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center: Stundenwerte der Lufttemperatur, sechs Stationen (Hamburg-Fuhlsbüttel, Essen-Bredeney, Frankfurt/Main, Leipzig/Halle, München, Potsdam), 2016–2025 – Wetterbasis unserer eigenen Berechnung. Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, eigene Auswertung. https://opendata.dwd.de/ (abgerufen August 2026)
- co2online: „Heizspiegel für Deutschland 2025″ (Abrechnungsjahr 2024) – gemessene Verbrauchs- und Kostenkennwerte je Baualtersklasse, Grundlage der Euro-Angaben in diesem Ratgeber. https://www.heizspiegel.de/ (abgerufen August 2026)
- co2online: „Richtig heizen – die 10 besten Tipps“ – ideale Raumtemperaturen je Raum (Bad bis 23 °C, Schlafzimmer 16–18 °C, Flur 16 °C), Nachtabsenkung, 6-Prozent-Regel. https://www.co2online.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/heizkosten-sparen/richtig-heizen-die-10-besten-tipps/ (abgerufen Juni 2026)
