CO₂ in der Raumluft: welche Werte gut sind und wann Sie lüften müssen

Schnelle Antwort: Bis 1.000 ppm CO₂ gilt Raumluft nach dem Umweltbundesamt als hygienisch unbedenklich, 1.000–2.000 ppm als auffällig, darüber als inakzeptabel; Außenluft liegt bei rund 420 ppm. Im geschlossenen Schlafzimmer fällt die 1.000-ppm-Marke laut unserer Simulation schon nach etwa einer Stunde. Gegen CO₂ hilft nur Luftaustausch: Stoßlüften — gesteuert per CO₂-Messgerät mit Ampel.

Sketchnote-CO₂-Ampel für die Raumluft: Haken bis 1.000 ppm gute Luft, Ausrufezeichen bei 1.000 bis 2.000 ppm bald lüften, Kreuz ab 2.000 ppm sofort lüften, Außenluft circa 420 ppm.

Das Fenster ist zu, die Tür auch, und nach zwei Stunden am Schreibtisch fühlt sich der Kopf an wie in Watte. Was nach Müdigkeit aussieht, ist oft schlicht Chemie: Mit jedem Atemzug geben wir Kohlendioxid an die Raumluft ab, und in geschlossenen Räumen summiert sich das schneller, als die meisten vermuten.

Dieser Artikel erklärt, welche CO₂-Werte in Innenräumen gelten, wie sich steigende Konzentrationen auf Körper und Kopf auswirken — und wie Sie den Wert zuverlässig messen und niedrig halten. Er gehört zur Übersicht Luftqualität in Innenräumen.


Woher das CO₂ in der Raumluft kommt

Die Hauptquelle sind wir selbst. Ein erwachsener Mensch atmet bei sitzender Tätigkeit etwa 15–20 Liter CO₂ pro Stunde aus, bei körperlicher Aktivität deutlich mehr. Im Schlaf ist es weniger: Messungen an schlafenden Erwachsenen ergaben rund 11 Liter pro Stunde. Trotzdem reicht das aus, um in einem 16-m²-Schlafzimmer mit geschlossener Tür den CO₂-Gehalt über Nacht auf mehrere tausend ppm zu treiben — wie schnell genau, zeigt unsere Simulation weiter unten.

Weitere Quellen sind Kerzen und offene Flammen (Gasherd), Haustiere — und in geringem Umfang auch Zimmerpflanzen, deren nächtliche CO₂-Abgabe aber verschwindend klein ist im Vergleich zum Menschen.

CO₂-Werte in der Raumluft: Tabelle der ppm-Stufen mit Wirkung und Maßnahme

Die Bewertung des Ausschusses für Innenraumrichtwerte (AIR) am Umweltbundesamt ist der Standard für Innenräume in Deutschland — die Tabelle fasst die drei Stufen zusammen und ergänzt, was der jeweilige Wert für Sie bedeutet:

CO₂-Wert (ppm) Bewertung (UBA/AIR) Typische Wirkung Was zu tun ist
ca. 420 Außenluft Referenzwert, keine
400–800 hygienisch unbedenklich (sehr gute Raumluft) keine spürbare nichts — so darf es bleiben
800–1.000 hygienisch unbedenklich in der Regel keine; Luft wirkt allmählich „verbraucht“ bei Gelegenheit lüften
1.000–2.000 hygienisch auffällig verringerte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, Müdigkeit möglich Lüftungsverhalten verbessern, jetzt stoßlüften
über 2.000 hygienisch inakzeptabel Konzentrationsprobleme, „schwerer Kopf“, Kopfschmerzen bei längerem Aufenthalt sofort und intensiv lüften, Belüftung des Raums grundsätzlich prüfen

Zur Einordnung: Auch die Arbeitsstättenregel ASR A3.6 „Lüftung“ orientiert sich für Arbeitsräume an der 1.000-ppm-Marke; der Arbeitsplatzgrenzwert von 5.000 ppm (TRGS 900) ist dagegen ein Gefahrenwert, der in Wohnräumen praktisch nie erreicht wird.

Die Grenze von 1.000 ppm hat Geschichte: Schon 1858 leitete der Münchner Hygieniker Max von Pettenkofer diesen Wert als Maßstab für „gute Stubenluft“ ab — der „Pettenkofer-Wert“ gilt im Kern bis heute.

Was zu viel CO₂ mit Körper und Kopf macht

CO₂ in Wohnraum-Konzentrationen ist kein Gift — aber ein zuverlässiger Leistungsbremser. Der Ausschuss für Innenraumrichtwerte beschreibt für den Bereich zwischen 1.000 und 2.000 ppm eine verringerte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und ein vermindertes allgemeines Wohlbefinden. Typische Folgen im Alltag:

  • Müdigkeit und „schwerer Kopf“ trotz ausreichend Schlaf
  • Nachlassende Konzentration — spürbar im Homeoffice, in Meetings und beim Lernen
  • Kopfschmerzen bei längerer Exposition
  • Schlechtere Schlafqualität im ungelüfteten Schlafzimmer

Hinzu kommt ein indirekter Effekt: Hohe CO₂-Werte zeigen an, dass insgesamt zu wenig gelüftet wird — dann reichern sich auch Luftfeuchtigkeit, Gerüche und flüchtige Stoffe (VOC) an.

💡 Merksatz: CO₂ ist der beste einzelne Indikator für die Luftqualität — wo es hoch ist, stimmt meist auch der Rest der Raumluft nicht mehr.

Unsere Simulation: So schnell ist die Schlafzimmerluft „verbraucht“

Wie schnell wird es nachts wirklich kritisch? Publizierte Messstudien nennen fast nur Morgen- und Mittelwerte — den Verlauf über die Nacht haben wir deshalb selbst berechnet: mit einem Massenbilanz-Modell in 81 Szenarien (drei Raumgrößen, drei Belegungen, drei Fensterstellungen, je drei Gebäudedichtheiten).

Das Kernergebnis für das typische Szenario — 16 m², zwei Personen, Fenster und Tür geschlossen: Nach rund einer Stunde ist die 1.000-ppm-Marke gefallen, ab der das Umweltbundesamt die Luft als „hygienisch auffällig“ einstuft. Bis zum Morgen steigt der Wert auf etwa 2.100 ppm — in den Bereich „hygienisch inakzeptabel“.

Sketchnote-Diagramm der eigenen CO2-Simulation: Nachtverlauf der CO2-Konzentration im 16-Quadratmeter-Schlafzimmer mit 2 Personen. Bei geschlossenem Fenster faellt die 1.000-ppm-Marke nach rund einer Stunde, morgens sind es etwa 2.100 ppm; gekippt bleibt es bei rund 790 ppm, weit offen bei rund 530 ppm.

So sehen die Werte für geschlossene Fenster je nach Raumgröße und Belegung aus (jeweils typische Gebäudedichtheit, 8 Stunden Nacht):

Szenario (Fenster zu) 1.000 ppm erreicht nach Wert am Morgen
12 m², 1 Person 1 h 46 min ca. 1.550 ppm
12 m², 2 Personen 43 min ca. 2.650 ppm
16 m², 1 Person 2 h 50 min ca. 1.250 ppm
16 m², 2 Personen 1 h 01 min ca. 2.100 ppm
20 m², 1 Person 4 h 34 min ca. 1.100 ppm
20 m², 2 Personen 1 h 22 min ca. 1.750 ppm

Schläft zusätzlich ein Kind im Raum, geht es deutlich schneller: Im 12-m²-Zimmer fällt die 1.000-ppm-Marke dann schon nach 29 Minuten, morgens stehen rund 3.550 ppm an. In sehr dichten Neubauten liegen alle Werte noch höher — unsere dichteste Variante erreicht mit zwei Personen über 4.500 ppm, was sich mit realen Messungen deckt, die bis 4.300 ppm in Schlafzimmern dokumentieren.

Der Fenster-Vergleich zeigt zugleich die Lösung: Ein gekipptes Fenster hält dasselbe Szenario die ganze Nacht bei rund 790 ppm — unter der Empfehlungsgrenze. Ein weit geöffnetes Fenster kommt auf etwa 530 ppm, nahe Außenluftniveau. Und wer morgens stoßlüftet, braucht nach einer Nacht bei geschlossenem Fenster rechnerisch etwa eine Viertelstunde bei weit geöffnetem Fenster, bis wieder Frischluft-Niveau erreicht ist — mit Durchzug entsprechend kürzer.

Rechnen Sie Ihr eigenes Schlafzimmer durch: Raumgröße, Belegung und Fensterstellung einstellen — der Rechner nutzt exakt dieselben Formeln und Messwerte wie unsere Simulation und zeigt den nächtlichen Verlauf als Kurve.

🛏️ CO₂-Rechner: Wie schnell wird die Luft im Schlafzimmer dick?

Rechenweg: Ein-Zonen-Massenbilanz-Modell mit den Messwerten unserer CO₂-Simulation — 11 l CO₂/h je schlafendem Erwachsenen (Fan et al. 2021), 9 l/h je Kind (Annahme), Außenluft 420 ppm, Startwert 550 ppm, Luftwechsel geschlossen 0,3/h, gekippt 1,5/h, weit offen 5/h (Band: 0,1–0,5 / 0,8–3 / 2–9 je nach Gebäudedichtheit und Wind). Bewertung nach den Stufen des Umweltbundesamts. Orientierungswerte — gerechnet mit konstantem Luftwechsel und geschlossener Zimmertür.

Zur Methodik: Gerechnet wurde ein Ein-Zonen-Massenbilanz-Modell (ideal durchmischte Raumluft). Die Eingangswerte stammen aus Messstudien: CO₂-Abgabe schlafender Erwachsener 11 Liter pro Stunde (Messung der DTU Kopenhagen), Luftwechselraten 0,3/h für geschlossene, 1,5/h für gekippte und 5/h für weit geöffnete Fenster (Tracergas- und Feldmessungen; als Spannen gerechnet), Außenluft 420 ppm. Die Ergebnisse wurden an sechs publizierten Messwerten aus realen Schlafzimmern gegengeprüft. Grenzen des Modells: konstante Luftwechselraten (real wind- und wetterabhängig), geschlossene Zimmertür (eine offene Tür senkt die Werte messbar), keine Undichtigkeits-Unterschiede innerhalb einer Nacht.

CO₂ messen: nur echte Sensoren zeigen echte Werte

Ohne Messgerät bleibt CO₂ unsichtbar — die Nase gewöhnt sich an „dicke Luft" innerhalb weniger Minuten. Zuverlässig messen Geräte mit NDIR-Sensor (nichtdispersive Infrarot-Technik), die das CO₂ direkt optisch bestimmen. Billige Geräte mit „eCO2"-Angabe schätzen den Wert dagegen nur aus anderen Gasen und lassen sich schon von Deo oder Desinfektionsmittel täuschen.

Praktisch bewährt haben sich Geräte mit Ampelanzeige (grün/gelb/rot), die auf einen Blick zeigen, wann gelüftet werden muss. Worauf es beim Kauf ankommt — Sensor, Kalibrierung, sinnvolle Extras — steht in der CO₂-Messgerät-Kaufberatung.

CO₂ senken: so bleibt der Wert unter 1.000 ppm

Es gibt genau einen wirksamen Weg, CO₂ aus der Wohnung zu bekommen: Luftaustausch. Kein Luftreiniger und keine Pflanze ersetzt ihn — HEPA-Filter halten Partikel zurück, lassen CO₂ aber ungehindert passieren.

  1. Stoßlüften statt kippen: Fenster mehrmals täglich weit öffnen, ideal mit Durchzug. Nach 3–10 Minuten ist die Raumluft praktisch komplett getauscht — die Technik im Detail.
  2. Nach Belegung lüften: Je mehr Personen im Raum, desto öfter. Faustregel fürs Homeoffice: etwa alle 1–2 Stunden kurz stoßlüften — oder einfach, wenn die CO₂-Ampel auf Gelb springt.
  3. Schlafzimmer priorisieren: Vor dem Zubettgehen und direkt nach dem Aufstehen lüften; wer kann, lässt die Tür einen Spalt offen oder das Fenster gekippt (im Sommer). Im Winter gilt: lüften, ohne Heizenergie zu verschwenden.
  4. Küche und Bad mitdenken: Gasherd und viele Kerzen erhöhen CO₂ zusätzlich — Dunstabzug nutzen, danach lüften.
  5. Dauerhaft dicke Luft trotz Lüften? Dann ist der Raum für die Personenzahl zu klein oder die Belüftung baulich unzureichend — hier helfen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

CO₂ im Schlafzimmer reduzieren: 5 Maßnahmen im Vergleich

Nachts ist das Problem am größten — acht Stunden bei geschlossener Tür, kein Zwischenlüften. Die Rangfolge nach Wirkung ergibt sich direkt aus unserer Simulation (16 m², zwei Personen):

Maßnahme Wirkung auf den CO₂-Wert Zu beachten
1. Fenster nachts gekippt hält den Raum die ganze Nacht bei rund 790 ppm statt 2.100 ppm im Winter Heizverlust und Schimmelrisiko an der Laibung — Abwägung hier
2. Zimmertür offen lassen mehr Luftvolumen und Luftaustausch mit der Wohnung, senkt den Morgenwert messbar wirkt nur, wenn die übrige Wohnung nicht ebenfalls belegt und geschlossen ist
3. Vor dem Schlafen und nach dem Aufstehen stoßlüften Start bei Frischluft-Niveau; morgens ist der Raum nach rund 15 Minuten weit offen wieder „sauber" ersetzt die Nachtlüftung nicht — mit Fenster zu fällt die 1.000-ppm-Marke trotzdem nach etwa einer Stunde
4. Belegung und Raumgröße eine Person im 20-m²-Zimmer bleibt bis morgens knapp über 1.000 ppm, zwei im 12-m²-Zimmer erreichen 2.650 ppm Kinderbett oder Hund im Raum erhöhen den Wert zusätzlich
5. Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung dauerhafter Luftwechsel ohne offenes Fenster, auch im Winter Anschaffung und Einbau; sinnvoll, wenn Kippen dauerhaft ausscheidet (Lärm, Heizkosten, Allergie)

💡 Faustregel fürs Schlafzimmer: Fenster gekippt oder Tür offen — eines von beiden braucht es, sonst landet ein Doppelbett-Zimmer bis zum Morgen im Bereich „hygienisch inakzeptabel". Ein CO₂-Messgerät auf dem Nachttisch zeigt, ob Ihre Variante reicht.

Häufige Fragen

Welcher CO₂-Wert ist im Schlafzimmer normal?

Ohne Lüftung ist nichts „Normales" zu erwarten: Über Nacht steigen die Werte in geschlossenen Schlafzimmern auf 1.100 bis über 3.500 ppm — je nach Raumgröße, Belegung und Gebäudedichtheit (unsere Simulation oben; Messstudien dokumentieren bis 4.300 ppm). Mit gekipptem Fenster oder offener Tür bleibt der Wert meist unter 1.000–1.500 ppm. Wer morgens wie gerädert aufwacht, sollte zuerst die nächtliche Lüftung verbessern.

Ab welchem CO₂-Wert wird es gefährlich?

Die in Wohnräumen erreichbaren Werte machen müde und unkonzentriert, sind aber nicht akut gefährlich. Gesundheitlich kritisch wird CO₂ erst bei Konzentrationen ab etwa 40.000 ppm (4 Volumenprozent), wie sie in Wohnungen praktisch nicht vorkommen. Die Innenraum-Leitwerte sind Komfort- und Hygienewerte, keine Gefahrengrenzen.

Senken Zimmerpflanzen den CO₂-Gehalt?

Messbar, aber nicht relevant: Pflanzen binden tagsüber per Photosynthese etwas CO₂, geben nachts geringe Mengen ab. Gegen die rund 11 Liter CO₂, die schon ein schlafender Mensch pro Stunde ausatmet, kommt keine realistische Pflanzensammlung an. Fürs CO₂-Management zählt allein das Lüften.

Hilft ein Luftreiniger gegen CO₂?

Nein. Luftreiniger filtern Partikel wie Staub, Pollen und Sporen aus der Luft, CO₂ ist aber ein Gas und passiert jeden HEPA-Filter ungehindert. Gegen CO₂ hilft ausschließlich Luftaustausch — also Lüften oder eine Lüftungsanlage.

Warum zeigt mein Messgerät draußen nicht genau 400 ppm?

Die globale Außenluft liegt aktuell bei rund 420 ppm, örtlich schwankt der Wert aber — an Straßen und in Städten etwas höher, bei Wind niedriger. Zeigt Ihr Gerät an frischer Luft dauerhaft deutlich abweichende Werte (etwa 300 oder 600 ppm), sollten Sie es kalibrieren.

Wie kalibriere ich einen CO₂-Sensor?

Bei Geräten für den Hausgebrauch geht das meist ohne Prüfgas: Sensor für 15–20 Minuten an die Außenluft (Balkon oder weit geöffnetes Fenster, ohne direkte Sonne) und die Kalibrierfunktion des Herstellers starten — das Gerät setzt den aktuellen Wert auf rund 420 ppm. Viele NDIR-Sensoren kalibrieren sich automatisch (ABC-Verfahren) und nehmen dafür den niedrigsten Wert der letzten Tage als Außenluft an; das funktioniert nur, wenn der Raum regelmäßig durchgelüftet wird. Maßgeblich bleibt die Anleitung Ihres Geräts.

Wie schnell steigt CO₂ in einem geschlossenen Raum?

Unsere Simulation liefert konkrete Zahlen: Eine einzelne schlafende Person überschreitet die 1.000-ppm-Marke im geschlossenen 16-m²-Zimmer nach knapp drei Stunden, zwei Personen schon nach etwa einer Stunde, eine Familie mit Kind im kleinen Zimmer nach einer halben Stunde. Im Büro geht es wegen der höheren CO₂-Abgabe im Sitzen (15–20 Liter pro Stunde statt 11 im Schlaf) noch schneller.

Reicht nachts ein gekipptes Fenster gegen dicke Luft?

Fürs CO₂: ja. In unserer Simulation hält ein gekipptes Fenster das 16-m²-Schlafzimmer mit zwei Personen die ganze Nacht bei rund 790 ppm — unter der 1.000-ppm-Empfehlung. In der Heizperiode hat Dauerkippen aber einen Preis: Es verschwendet Heizenergie und begünstigt Schimmel an der kalten Fensterlaibung. Wie Sie beides abwägen, erklärt der Ratgeber Stoßlüften oder Kipplüften.

Fazit: CO₂ ist unsichtbar — aber steuerbar

CO₂ ist der ehrlichste Messwert der Raumluft: Er zeigt ohne Umwege, ob genug gelüftet wird. Halten Sie die 1.000-ppm-Marke als Alltagsziel, lüften Sie nach Bedarf statt nach Uhrzeit, und machen Sie den Wert mit einem NDIR-Messgerät sichtbar. Der Lohn ist unmittelbar spürbar: klarerer Kopf, besserer Schlaf und ein Raumklima, in dem auch Feuchte und Gerüche unter Kontrolle bleiben.

Quellen

  1. Umweltbundesamt (UBA) – „Gesundheitliche Bewertung von Kohlendioxid in der Innenraumluft" (Bundesgesundheitsblatt 11/2008, Leitwerte 1.000/2.000 ppm). umweltbundesamt.de
  2. Fachportal Innenraumluft NRW – „Schadstoffe: Kohlendioxid" (Bewertung, Maßnahmen). innenraumluft.nrw.de
  3. Umweltbundesamt (UBA) – „Wie lüfte ich richtig?" umweltbundesamt.de
  4. Fan et al. (2021) – „Emission rate of carbon dioxide while sleeping", Indoor Air 31 (CO₂-Abgabe im Schlaf: 11,0 ± 1,4 L/h, DTU Kopenhagen). pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  5. Fan et al. (2022) – „Air change rates during sleep in Danish bedrooms", CLIMA 2022 (gemessene Luftwechselraten in 84 Schlafzimmern). proceedings.open.tudelft.nl
  6. Münzenberg, Weithaas, Thumulla (2003) – „Luftwechsel im Gebäudebestand", 7. VDB-Pilztagung (Tracergas-Messungen: Fenster zu/gekippt/offen). baubiologie.net

Alle ppm-Werte entsprechen den genannten Quellen (Stand der Recherche). Die Simulationswerte sind eigene Berechnungen (Massenbilanz-Modell) auf Basis der Messwerte aus den Quellen 4–6; sie hängen von Raumgröße, Personenzahl und Gebäudedichtheit ab.


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